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DSLV e.V. und TU München

SuM PLuS: Gemeinsam für mehr Motivation im Sportunterricht

Text: Theresa Croll

Wie lassen sich SchülerInnen im Schulsport motivieren? Eine oft schwierige und vielfach diskutierte Frage. Immer mehr SchülerInnen sitzen im Sportunterricht auf der Bank und immer weniger SchülerInnen treiben regelmäßig Sport in der Freizeit. Hiermit stellen sich essenzielle Fragen: Wie schaffen wir es die SchülerInnen im Sportunterricht zu aktivieren und sie damit auch zu motivieren, außerhalb vom Schulsport sportlich aktiv zu sein? Ganz wichtig ist hierbei: Der Schulsport erreicht als einzige Institution alle Kinder und Jugendlichen und muss daher die motivationale Grundlage für das außerschulische und vor allem lebenslange Sporttreiben dieser legen. Melina Schnitzius und Alina Kirch (DSLV Landesverband Bayern e.V.) haben sich dieser Aufgabe praktisch, aber aktuell vor allem wissenschaftlich angenommen und versuchen mit ihrer Studie SuM PLuS motivationssteigernde Strategien für den Sportunterricht zu entwickeln.

Das Promotionsprojekt, das als Kooperation der Technischen Universität München und des DSLV Bunds vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde, ist darauf ausgerichtet, herauszufinden, mit welchen Maßnahmen man Kinder für den Schulsport begeistern kann. Dies soll in Zukunft einen effektiveren Sportunterricht ermöglichen und vor allem den Spaß in den Vordergrund stellen. Hierbei liegt der Fokus auf den beiden Hauptakteuren des Schulsports: SchülerInnen und SportlehrerInnen. Welche „typischen“ Sportlehrerpersönlichkeiten gibt es und wie können diese ihre Persönlichkeit möglichst produktiv im Sportunterricht einsetzen? Welche „typischen“ Schülerpersönlichkeiten gibt es und wie kann die Sportlehrkraft diese aktivieren? Fragen, die die beiden auch wieder zu einer Ursprungsfrage der Didaktik führt: Was macht eigentlich eine gute (Sport-)Lehrkraft aus?

Sportlehrkräfte aller Schulformen – auch Referendare, aktuell in anderer Funktion Tätige und bereits Pensionierte – dürfen online oder in Papierform den von den beiden Wissenschaftlerinnen konzipierten Sportlehrerfragebogen ausfüllen. SportlehrerInnen, welche Klassen der Jahrgangsstufen 7-10 im Fach Sport unterrichten, haben zusätzlich die Möglichkeit, Fragebögen für ihre SchülerInnen anzufordern bzw. die Schülerbefragung online mit Ihren Klassen durchzuführen. So können zeitgleich auch verschiedene SchülerInnentypen ermittelt werden. Mit dem gesammelten Analysematerial soll schließlich nicht nur ein genaueres SportlehrerInnen- bzw. SchülerInnenprofil erstellt, sondern vor allem ein Mehrwert für den Sportunterricht geschaffen werden, der Spiel, Sport und Spaß miteinander vereinen soll.

Die Befragung läuft noch bis Mitte Oktober; circa 600 Fragebögen wurden bisher ausgefüllt. Wer sich am Projekt beteiligen möchte, findet unter https://ww3.unipark.de/uc/sumpluslehrer/  den Sportlehrerfragebogen und hat zudem die Chance auf von Unterstützern (Kübler Sport und Hofmann-Verlag) gestellte Gewinne und eine individuelle Rückmeldung zu den Ergebnissen. Nur, wenn sich möglichst viele Sportlehrkräfte und ggf. zusätzlich ihre SchülerInnen beteiligen, kann der Sportunterricht weiterentwickelt werden.

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